Montag, 23. November 2009

Mein Geburtstag

Wer, so wie ich im Herbst oder auch Winter Geburtstag hat versteht, wenn ich sage: Einmal im Leben möchte ich im warmen Süden feiern.

Bevor ich niederschreibe, wie wir meinen Geburtstag gefeiert haben, möchte ich mich erstmal bei Antje bedanken. Antje hat mir hier in Australien einen wunderschönen Geburtstag bereitet. Ich bin ihr sehr dankbar für alles was sie gemacht hat. Ohne sie hätte ich mich in mein Bett vergraben und wäre an meinem Geburtstag nicht aufgestanden. Die Sehnsucht nach der Familie und auch nach Freunden ist an solchen Tagen besonders groß, so dass man am liebstens sofort nach Hause fliegen möchte. Doch wenn man eine so tolle Freundin hat, schwindet die Sehnsucht und man genießt seinen großen Tag. Natürlich geht mein Dank auch an Katrin (unserer deutschen Mitbewohnerin), die wie immer die verrückte Katrin war und an Vicki und Nils, die die Location bereit gestellt haben und das tolle Essen vorbereitet hatten. Nicht zu vergessen sind meine Familie und Freunde aus Deutschland und der Schweiz, dir mir tolle Geburtstagsgrüße per Telefon, SMS, E-Mail und Video gesendet haben.

Wie sich jeder von euch vorstellen kann, habe ich mit Katrin, Antje und zwei Flaschen Wein am Strand von Bunbury in meinen Geburtstag reingefeiert. Es ist wirklich ein Erlebnis, am Strand im Sand zu sitzen, das Meer rauschen zu hören und Geburtstag zu haben. Als die zwei Flaschen leer waren, beschloss ich, um den außergewöhnlichen Geburtstag zu genießen, ins Meer zugehen. Naja zumindest mit den Füßen, da es daußen doch recht kalt und windig war. Nachts um halb 3 im Hostel angekommen ging es auch für uns in Bett. Als ich am nächtest Tag erwachte, machte Antje schon für mich Frühstück. Nach dem Früchstück gingen wir wieder in unser Zimmer und ruhten uns noch ein wenig aus, denn wir hatten beschlossen bei Nils und Vicki zu grillen und wollten dafür ausgeruht sein. Ich war zumindest der Überzeugung, dass es nach dem Mittagessen auf zu den beiden ging um bei den Vorbereitungen zu helfen. Nachdem Katrin einen Anruf von Vicki bekam, verzögerte sich das Aufbrechen noch ein Weilchen. Auch war der Bottleshop, wo Nils und Vicki noch Wein für den Abend kaufen wollten, geschlossen. Nach dem Entsetzen, keinen Alkohol zum Grillen zu haben, gingen Antje und ich nochmal los, um zu schauen, ob bei uns ein Shop offen hat. Wahrscheinlich erhörten uns die Götter, denn wir fanden einen Bottleshop, der sieben Tage die Woche geöffnet hat. Nach dem wir 2 Flaschen Wein und eine Flasche Sekt gekauft hatten, machten wir uns wieder zum Hostel, denn ich glaubte mit fester Hoffung daran, dass wir nun endlich zu den Beiden aufbrechen würden. Als Katrin sagte, dass die Beiden immer noch einkaufen sind, legte ich mich wieder in mein Bett, machte den MP3 Player an und wartete darauf, endlich los zu gehen. Als Antje und Katrin aus dem Zimmer gingen, wunderte ich mich nicht. Auch als Antje rein kam und sagte: "Komm mal raus, dass musst du dir ansehen", kam kein Verdacht auf. Erst als ich im Garten des Hostels stand, Katrin mit einem Schokoladenkuchen, geschmückt mit M&Ms und Kerzen aus der Küche kam, war mir alles klar. Ich bekam ein Geburtstagkuchen! Ach war das toll! Den Kuchen hatte ein Mitarbeiter des Hostel für mich gebacken, was ich sehr nett fand. Auch stand eine Flasche Sekt, gesponsort von Antje, auf dem Tisch. Nachdem ich den Kuchen angeschnitten hatte, die Flasche Sekt offen war, aßen wir den Kuchen mit Genuss und tranken dir Flasche leer. Natürlich aßen wir ihn nicht allein. Jeder den ich im Hostel kannte und leiden konnte, bekam was ab, wenn er wollte. Nach Sekt und Kuchen ging es dann endlich zu Vicki und Nils. Wir waren ja so gespannt wie die beiden wohnten. Dort angekommen, waren fast alle Vorbereitungen für das Grillen abgeschlossen und wir brauchten uns eigentlich nur noch an den Tisch zu setzen und warten, dass der Gas-Grill angeschmissen wurde. Der Tisch war süß mit Luftballons und einer schönen "Happy Birthday"-Tischdenke geschmückt. Auf meinem Platz stand ein Männchen, das aus Gurke, Paprika und Mandeln bestand. Zu Essen gab es, verschiedene Salate, Würstchen und Hühnchen. Zum Nachtisch gab Eierkuchen mit Eis und verschiedenen Früchten. Alles war so lecker, dass jeder von uns fast platzte. Als der Wein leer war und der Abend schon spät wurde, beschlossen wir, uns auf den Heimweg zu machen. Da es zu Fuß zu weit war, beschlossen wir, ein Taxi zu nehmen. Meinen Geburtstag ließen wir mit einem kühlen Bier im Garten des Hostels ausklingen.

Nochmals möchte ich mich bei allen Bedanken. Es war kein ganz besonderer Geburtstag und ich habe ihn sehr genossen. Ich werde ihn niemals vergessen und meinen Kindern davon noch berichten.

Montag, 12. Oktober 2009

Goodbye Hong Kong (11.10.2009)

Nach der erholsamen Nacht, wo wir relativ viel schliefen, machten wir uns unter die Dusche und packten unsere restlichen Sachen zusammen. Nach dem problemlosen Check Out (um 10 Uhr) im Hotel fuhren wir mit dem Bus zum Airport. Diese letzte Fahrt durch Hong Kong genossen wir in allen Zügen. Am Flughafen angekommen, überlegten wir uns, was wir mit der restlichen Zeit und dem restlichen Geld anfangen könnten. Geld ausgeben viel uns nicht so schwer, denn irgendwann packte uns der Hunger und wir aßen bei Burger King. Auch gönnten wir uns einen Kaffee, süße Snacks und etwas zu trinken. Die verbleibende Zeit war unser größeres Problem, denn unser Flug ging erst Nachts um ca. 23:30 Uhr. Nach dem Kampf mit dem störrischen WLAN am Flughafen, den wir letztendlich gewannen, surften wir ein wenig bis der Akku leer war. Nun blieb uns nur noch Langeweile. Nach ein paar runden Quatschen (ja wir haben immer noch viel zum erzählen) und Dösen, konnten wir Einchecken und durch die ganzen Sicherheitskontrollen gehen. Als wir ENDLICH auf unseren Sitzplätzen im Flieger saßen und der Start des Flugzeuges hinter uns lag, freuten wir uns auf ein Glas Sekt sowie über etwas zu essen. Der Sekt war sehr lecker, nur das Essen roch und schmeckte noch nach Hong Kong, das schon längst hinter uns lag.



Diesmal klappte das Schlafen im Flugzeug besser und wir landeten in Null Komma Nix (8 h Flug) in Perth (Australien). Dort war das Motto wieder „Warten“, denn unser nächster Flug nach Bali sollte um 17:30 Uhr starten.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Tag der großen Wanderung (10.10.2009)

Trotz, dass wir in der Dunkelheit aufstanden, kamen wir zu spät zu dem vereinbarten Treffpunkt. Wir hatten Glück, dass die Wandergruppe noch da war. Mit einem kleinen Bus fuhren wir dann etliche Kilometer raus aus Kong Kong. Nach ein paar Aufwärmübungen am Startpunkt konnte die Wanderung los gehen. Nach den ersten Schritten und Stufen verriet uns ein Blick den Berg hinauf, dass es sehr anstregend werden würde. Die "Treppe", die wir hoch stiegen, war steil, hatte hohe unebene Stufen und bestand aus sehr viel Geröll. Das straffe Tempo, das unsere Leader vorlegten, war ziemlich "sportlich", wo wir sehr schnell an unsere Grenzen kamen und schlapp machten. Nach ein paar kostenlosen Massagen an unseren krampfenden Waden und mehreren Pausen, in denen wir unsere Kräfte sammelten, kam wir oben auf dem Berg an, wo wir die wunderschöne Aussicht genossen. Auch war das Hong Kong Magazine dabei, was Fotos von uns Touristen (Antje, Jelena und ein Holländer) machte. Nach mehreren Bergauf-, Bergabetappen und kurzen geraden Strecken (die sehr erholsam waren), standen wir auf einem Berg, der ca. 400 Meter über dem Meeresspiegel lag. Nach kurzer Pause um die Aussicht zu genießen und ein wenig Luft zu holen, ging es genau diese 400 Meter wieder bergab. Die 1. Etappe lag nun hinter uns mit ca. 11 Kilometern. Nach einem eindeutigen "Ich schaff das nicht mehr weiter" von Antje und mir entschieden wir, es bei dieser Etappe zu belassen und zurück in die Stadt zu fahren. Nach einem Kaffee bei McDonals mit dem Holländer (haben vergessen nach dem Namen zu fragen) kauften wir Postkarten und Briefmarken. Totmüde im Hotel angekommen konnten wir nach einer erholsamen Dusche nur noch Postkarten schreiben, bevor wir wie ein kleine Babies einschliefen.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Tierschutz – Was ist das? (07.10.2009)

Antje: Aufgrund der großen Anstrengung gestern hatten wir für heute ein sehr kleines Programm angesetzt. Wir wollten uns lediglich verschiedene Märkte anschauen, die „typisch Hong Kong“ sein sollten. Also startete unser Tag wieder in der Metro – klimatisiert, kalt und (für mich zumindest) ziemlich niedrig. Diesmal fuhren wir nur die halbe Strecke zur Station Mong Kok, das Zentrum des Marktgeschehens in Hong Kong. Kaum raus aus der Metro verschlug es uns den Atem: voll. Im wahrsten Sinne des Wortes. Überall Stände, Menschen, dazwischen Autos, Müll, Mief – ein einziges Durcheinander. Stück für Stück wühlten wir uns durch die einzelnen Märkte – jeder mit eigenem „Fachgebiet“. Angefangen beim „Ladies' Market“, ein Markt, der alles bietet, was „frau“ wünscht: Schuhe, Taschen, Accessoires, Babysachen bis hin zu kleinen (ich sag mal „aufreizenden“) Teilen, die jedes Männerherz höher schlagen lassen würden. Nachdem wir nach einigem Suchen eine Sonnenbrille für Jelena gefunden hatten, ging es weiter zum „Goldfish Market“, der uns doch ganz schön schockierte. Dort gibt es (Gold-)Fische in rauen Mengen, jedoch nicht wie bei uns schön säuberlich im Aquarium präsentiert. Nein, diese Goldfische werden in kleinen Plastik-Tütchen ausgestellt, eine unglaubliche Tierquälerei wie wir finden. Es waren auch nicht nur die Fische, die uns leid taten, auch andere Tierarten wurden dort verkauft, u.a. kleine Kätzchen und Welpen. Es brach uns das Herz, als wir sahen, wie diese Tiere leiden mussten. Ähnlich erging es uns beim „Bird Market“, der unzählige Vogelarten anpries, alle in winzigen Käfigen und zu Spottpreisen. Von Tierschutz haben diese Leute dort noch nie etwas gehört...
Wiederum sehr gut gefallen hat uns der „Flower Market“, der wirklich unzählige Blumen und Pflanzen jeder Gattung zu bieten hatte. Von Standard-Pflanzen und Gestecken, die man auch bei uns in Deutschland bekommt, bis hin zu seltenen Orchideenarten, witzigen Kakteen und anderen skurrilen Pflanzen konnte man dort alles bekommen. Bis spät in die Abendstunden waren wir unterwegs und schauten uns alles an. Beeindruckt, aber auch geschockt und erledigt kehrten wir schließlich zum Hotel zurück. Für morgen haben wir den Besuch im Ocean Park geplant, auf den wir uns schon sehr freuen. Hoffen wir mal, dass dort besser mit den Tieren umgegangen wird, sonst könnte das ein sehr kurzer Besuch werden...

Viele Grüße
Eure Tierliebhaber

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Sightseeing at its best (06.10.2009)

Jelena: Unsere erste Nacht im Luxushotel war spitze. Wir beide schliefen wie kleine Babys. Nach dem Frühstück (Biscuitrolle und Instant Nescafé) machten wir uns auf den Weg, die Metro Station "Sha Tin" zu finden. Auf dem Weg dorthin kamen wir an stinkenden Märkten (wo einem mehr als schlecht wurde), einem ganzen Center voll mit Banken und Bäckern die wunderschöne leckere Torten im Schaufenster anpriesen, vorbei. Später, angekommen an der Station "Tsim Sha Tsui", hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die Skyline von Hong Kong. Nachdem wir uns satt gesehen hatten, fuhren wir mit der Star Ferry nach Hong Kong Island, wo wir uns zunächst bei Subway stärkten. Vorbei an Business People, Banken, Hotels und vielen Shopping Center bestaunten wir die unglaubliche Masse an Wolkenkratzern und die Menschenmengen auf den Straßen. Mit den "Mid Level Escalators" sind wir dann auf die Berge "gerolltreppt" Wer es nicht weiß: Hong Kong wird umrandet von vielen Bergen, so dass sich die Stadt zum Teil eben auch auf diesen Bergen befindet. Auf dem Weg zur "Peak Tram" besuchten wir den zoologischen & botanischen Garten, der zwar sehr klein war, dafür aber kostenlos und viele kleine Affen zeigte. Die Tram brachte uns dann bis auf den Viktoria Peak, von wo wir die traumhafte Aussicht auf Hong Kong genossen. Anschließend gönnten wir uns ein Eis mit frisch gebackener Waffel. Durch Zufall gelangten wir in ein Tourist Information Center, wo wir uns für eine Wanderung (Ja, eine Wanderung!) am 10.10.2009 anmeldeten. Nach der Rückfahrt mit der Peak Tram genossen wir ein paar erholsame Minuten im Hong Kong Park am Teich mit Aussicht auf einen Wasserfall. Das Ende des ersten Tages warten wir am Ufer, Sicht auf die beleuchtete Skyline, auf die berühmte Lasershow "Symphony of Lights", die dann schließlich 20 Uhr begann. Überrascht, wie viel wir an diesem ersten Tag geschafft hatten, und müde, fuhren wir zurück ins Hotel und plumpsten in unsere Betten.

Montag, 5. Oktober 2009

Der Anfang (04./05.10.09)

Antje: Der Start unseres Abenteuers verlief ziemlich ruhig und entspannt. Nachdem wir in Berlin Tegel aufgebrochen waren und Jelena ihre ersten zwei Flüge (Berlin → London und London → Hong Kong) überstanden hatte, landeten wir endlich nach etwa 8 Stunden an unserem ersten Stopover – Hong Kong. Es war mittlerweile Montag Mittag geworden und wir waren ziemlich neugierig, was Chinas Metropole Nummer eins uns wohl bieten würde. Nachdem wir die ersten Schwierigkeiten mit der Octopus-Card (eine Art Prepaid-Karte für den ÖPNV) überwunden hatten und endlich alles so funktionierte, wie es sollte, war auch der Weg zum Hotel kein Problem mehr. Wir waren überwältigt von den vielen Hochhäusern und den Mengen an Menschen und Autos, die auf den Straßen unterwegs waren. Selbst unser Viertel, welches ziemlich weit abgelegen und eher eine Wohngegend war, versprühte Großstadtflair. Unser Hotel, mit 17 Stockwerken ein eher „kleines“ Gebäude, überraschte uns mit elegantem Ambiente und sehr freundlichem und zuvorkommendem Personal. Der Check-In verlief problemlos, wir wurden mitsamt Gepäck zu unserem Zimmer geführt und dann uns selbst überlassen. Nachdem wir unsere Luxusherberge inspiziert und die Klimaanlage reguliert hatten (in Hong Kong gibt es überall eisige Klimaanlagen, so dass man häufig friert!) machten wir uns auf den Weg, die Gegend ein wenig zu erforschen. Direkt vor dem Hotel gibt es eine kleine Straße, an der sehr viele kleine Imbisse und „Restaurants“ liegen, die allerdings nur Speisekarten auf Chinesisch bieten konnten und die auch nicht unbedingt einen feinen Duft versprühten. Bei einem kleinen Bäcker haben wir dann letztendlich aber doch ein paar Sandwiches (typisch britische Kolonie) und eine Biscuitrolle für den nächsten Morgen erstanden (Hotelübernachtung ohne Frühstück) – für umgerechnet 3 Euro. Voll gefuttert und todmüde fielen wir schließlich in unsere Betten – es galt einen 6-Stunden-Jetlag auszugleichen.

Los gehts

Hallo Ihr Lieben! Da musstet ihr ja ziemlich lange auf unseren ersten Blog-Eintrag warten. Dafür möchten wir uns erstmal entschuldigen, die letzten Tage waren bereits ein absolutes Abenteuer für uns und wir waren jeden Tag froh, wenn wir im Bett liegen und schlafen konnten. Mittlerweile sind wir gut in Bali gelandet und haben auch schon die erste Nacht im Hotel geschlummert, die Anlage inspiziert und das Frühstück genossen. Aber alles der Reihe nach! Wir werden immer mal wieder einen Post online stellen. Bitte seid geduldig, bis wir alles online haben, kann es noch ein Weilchen dauern ;-)


Eure Mädels